Technik

Die Wasserversorgung erfolgt über eine Quellfassung, von der aus das Wasser in einen unterirdisch gelegenen Vorratsbehälter mit 10.000 Litern Fassungsvermögen geleitet wird. Der dafür nötige unterirdische und über einen senkrechten Schacht zugängliche Technikraum umfasst rund fünf Kubikmeter. Von dem Vorratsbehälter aus wird das Wasser über eine Strecke von 500 Metern und einer gleichzeitigen Vertikaldistanz von 60 Höhenmetern zur Hütte gepumpt. Es fließt weiter durch die Wasseraufbereitung über Aktivkohle, Mikrofilter und UV-Bestrahlungseinheit zur Abtötung eventuell vorhandener Colibakterien, die im aufgefangenen Trinkwasser vorhanden sein können, da sich die Quelle im Weidegebiet befindet. Anschließend wird das gereinigte Wasser in einen Wassertank mit drei Kubikmetern Volumen geleitet, von wo aus es dem Wasserversorgungsnetz der Hütte zugeführt wird.

Die Toilettenspülung erfolgt ausschließlich mit Regenwasser, das in einer Zisterne aufgefangen wird. Die behördlich vorgeschriebene Abwasserbehandlung erfolgt über eine Dreikammerkläranlage mit Feststoff-Trennung und anschließender biologischer Klärung in einer Pflanzenbeetanlage. Die Reststoffe werden in einer Filtersackanlage aufgefangen und der Vererdung vor Ort zugeführt.

Strom wird über eine Fünf-Kilowatt-Photovoltaikanlage sowie über zwei leistungsstarke Notstromaggregate erzeugt. Die Stromspeicherung erfolgt in Batterien mit einer Speicherkapazität von 1200 Ampèrestunden. Eine Solarthermie-Anlage auf dem Hauptdach versorgt die Hütte mit Warmwasser für Küche, Wasch- und Duschräume und dient zur Überschussheizung. Dank der Solar-Luft-Heizung mit insgesamt rund 20 Kilowatt Leistung wird auch im Winter trockene, erwärmte Außenluft in das Bauwerk geleitet, so dass es nicht extrem auskühlt. Außerdem vermeidet man auf diese Weise im Inneren weitgehend die Nässebildung durch Kondensation.

Die Schlaf- und Aufenthaltsräume, die Sanitäranlagen mit Warmwasserduschen, die Energieversorgung sowie die gesamte Entsorgung werden seit Jahren durch teils kostenaufwändige Umbaumaßnahmen laufend auf den neuesten Stand gebracht und entsprechen somit den strengen Umweltschutzanforderungen. Die Traunsteiner Hütte zählt somit zu den Vorzeigebauten im Hüttenwesen des Deutschen Alpenvereins. Zusammen mit der vorzüglichen Küche, in der vorwiegend heimische Produkte und frische Kräuter Verwendung finden, der großen Speisenvielfalt und den täglich frisch gebackenen Kuchen bietet sie beste Voraussetzungen dafür, dass Sie sich hier von der ersten Minute an rundum wohl fühlen. Dafür sorgt unser seit Jahren bewährtes Pächterpaar Maresi und Tom.