Die Reiter Alpe
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Loferer Alm
 

Das war nicht immer so. Als aus politischen Gründen 1933 die 1000 Mark-Sperre errichtet wurde, wonach man die Grenze erst nach Hinterlegen dieses Betrages passieren durfte, entschied sich die Alpenvereinssektion Traunstein, anstatt der 1901 gebauten, aber auf österreichischem Gebiet liegenden Sektionshütte eine ``Neue" auf deutscher Seite zu bauen, die 1938 eingeweiht wurde. Nach dem Krieg wurde auf dem Plateau auch Bundeswehr heimisch, sie hält dort oben in einem Teilbereich ihre Ausbildung für Gebirgsjäger und die Tragtierkompanie ab und unterhält auch eine Seilbahn für eigene Zwecke.
Die Almwirtschaft auf diesem Hochplateau verliert immer mehr an
Bedeutung, die Wandermöglichkeiten aber bleiben. Ein Kranz von Gipfeln umgibt das Plateau; sie locken zu schönen Wanderungen und Skitouren
.

 
Als "Tafelgebirge" bezeichnen Geologen den Gebirgsstock der Reiter Alpe, den westlichsten Teil der Berchtesgadener Alpen. Das karstige Hochplateau wird umkränzt von zahlreichen Gipfeln, von denen das im südlichen Bereich liegende Stadelhorn mit 2286 m der höchste ist. Sie fallen nach aussen fast überall steil ab, während sie sich auf der Innenseite meist sanft neigen und damit lohnende Wander- und Skitourenziele bieten. Wiesen und, Weideland, Zirben und Zwergkiefernbestand prägen die Landschaft auf diesem Plateau, durch dessen Mitte die heute ziemlich unbedeutende deutsch-österreichische Grenze verläuft. Der bayerische Teil liegt im Nationalpark Berchtesgaden, der österreichische im Nationalpark Kalkalpen.
 
 

Tourenziele

Von der Neuen Traunsteiner Hütte aus bieten sich viele Tourenziele an, sei es im Winter und Frühjahr mit Ski oder im Sommer und Herbst zu Fuß.

Trotz ihrer geringen Höhe ist die Reiter Alpe von ihrem Charakter her ein Hochgebirge; vor allem im Winter kann schlechtes Wetter schnell zu Orientierungsproblemen führen. Dennoch sind die Wege großteils gut markiert. Hier ein Überblick über die schönsten Tourenziele:

•Großer Weitschartenkopf (1980 m): Hüttenberg, 1 Std.

•Wagendrischlhorn (2251 m): 2,5 Std.

•Großes Häuslhorn (2284 m): 2,5 Std., teilweise sehr steil, bis in den Spätsommer ein kleines, aber steiles Schneefeld.

•Stadelhorn (2286 m): leichte Kletterei ab der Mayrbergscharte (I), 3 Std.

•Großer Bruder (1860 m): leichte Wanderung, 1 Std.

•Überschreitung vom Edelweißlahner (1995 m) bis zum Steinberg(2030 m), Hütte zu Hütte, ca. 6 -7 Std.

Im Gebiet östlich des Schrecksattels liegt ein Übungsplatz der Bundeswehr. Dabei kann es zu kurzzeitigen Beeinträchtigungen für Bergwanderer kommen, wofür die Sektion um Verständnis bittet. Ggf. Hinweistafeln beachten.